Modellprojekt "Schulverpflegung 2018"

Im Juli 2018

Netzwerksitzung am 20. Juli 2018

Noch im alten Schuljahr fand die Netzwerksitzung des Modellprojekts „Schulverpflegung 2018“ in Stuttgart statt. Die Veranstaltung brachte die neun Modellschulen und ihre Praxisbegleiter Kita- und Schulverpflegung BW vor den Sommerferien zusammen, um sich in der großen Runde auszutauschen.

Ziel war es den Modellschulen eine Möglichkeit zu geben gegenseitig von den bereits gesammelten Erfahrungen zu profitieren und sich zu vernetzen. Dazu erhielt jede Modellschule am Beginn der Veranstaltung Zeit, um von den Erlebnissen der letzen Monate innerhalb des Projekts zu berichten. Anhand der Erlebnisberichte wurden die ersten Erfolge sichtbar und zeigten das Engagement und die Motivation mit der die Modellschulen dabei sind. Außerdem wurde festgestellt, dass einige mit denselben Hürden konfrontiert sind. Generell waren alle mit den bereits getanen Entwicklungen zufrieden. Vor allem konnten bereits alle Schulen die Speisenpläne nach den Empfehlungen der DGE optimieren und es wurde teilweise erstmals mit Bio-Lebensmittel in der Mensaküche gekocht.

Profitieren konnten die Teilnehmer neben dem Austausch auch von zwei Fachbeiträgen. Frau Prof. Dr. Margit Bölts (Referatsleiterin Gemeinschaftsverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.) ist eigens für die Netzwerksitzung aus Bonn angereist, um den Modellschulen Einblicke in den Ablauf des DGE-Audits vor Ort zu geben. Die Fragerunde zur DGE-Zertifizierung wurde intensiv genutzt, so dass die Modellschulen und Caterer gut vorbereitet in die Zertifizierungen im Herbst gehen können. Eine weitere Präsentation hielt Julia Schlichenmaier (Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg) zum Hauptziel „Vermeidung von Lebensmittelverschwendung“. Hier wurden Impulse zur Umsetzung gegeben. Es wurde empfohlen die Speisenreste eine Woche lang zu wiegen, um einen IST-Stand zu erhalten und Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung abzuleiten.

Abschließend gab es Workshops zu den drei Themen „DGE-Zertifizierung - Optimierung der Speisenpläne“, „Bio-Zertifizierung und regionale Lebensmittel“ und „Vermeidung von Lebensmittelverschwendung“. Die Teilnehmer konnten an allen Workshops teilnehmen und mithilfe von Expertinnen sowie den anderen Projektteilnehmern individuelle Fragestellungen erörtern und sich darüber auszutauschen. Die Expertinnen stellten die erarbeiteten Ergebnisse der Workshops abschließend allen Teilnehmern vor.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg übernimmt die Kosten für das Coaching sowie die Kosten für die Erstzertifizierungen.

Ausblick

Bis zur Abschlussveranstaltung am 30. November 2018 schließen die Modellschulen das Coaching durch die Praxisbegleiter Kita- und Schulverpflegung BW ab. Zudem werden die DGE- und Bio-Zertifizierungen durchgeführt.

Wir wünschen allen Projektteilnehmern viel Erfolg!

 

 

Im März 2018

Die Praxisphase hat begonnen

Das Modellprojekt „Schulverpflegung 2018“ ist in die Praxisphase gestartet. Startschuss gab die Auftaktsitzung am 23. März 2018 im Ministeriumsgebäude in Stuttgart, zu der die ausgewählten Modellschulen eingeladen waren.

Wir möchten in diesem Zuge den Schulen herzlich zur Teilnahme am Modellprojekt „Schulverpflegung 2018“ gratulieren.

Die elf Modellschulen sind:

·       Johannes-Wagner-Schule, Nürtingen

·       Schulzentrum Welzheim

·       Schulmensa Triangel e.V., Leonberg

·       August-Ruf-Bildungszentrum, Ettenheim

·       Johann-Wölfflin-Schule, Oberkirch

·       Valckenburgschule, Ulm

·       Schulzentrum Laichingen

·       Joachim-Hahn-Gymnasium, Blautopf-Schule, Blaubeuren

·       Schule am Limes, Osterburken

·       Edith-Stein-Gymnasium, Bretten

·       Schiller-Gymnasium, Pforzheim

 

Bei der Auftaktsitzung konnten sich die Modellschulen kennen lernen und erste Kontakte knüpfen. Zudem fand ein erstes Zusammentreffen mit den Praxisbegleitern Kita- und Schulverpflegung BW statt, die als Coaches im Modellprojekt mitwirken. Fachlichen Input gab es von Julia Schlichenmaier, Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg (VNS-BW), und von Frau Dr. Nowitzki-Grimm, Training on Food, die bereits im Pilotprojekt „Große Küche – Gutes Essen“ als Coach mitgewirkt hat und auch dieses Jahr Modellschulen begleiten wird.

Die Ziele und Aufgaben im Projektzeitraum von April bis November 2018 sind:

  • Erwerb der Zertifizierung „Schule + Essen = Note 1“ nach dem Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) für die Schulverpflegung
  • Erwerb der Bio-Zertifizierung, mit mind. 15 % Bio-Lebensmittel als Wareneinsatz sowie der Einsatz von regionalen Lebensmitteln
  • Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung
  • zusätzlich dürfen die Modellschulen drei weitere Nebenziele festlegen, für deren Erreichung sie während des Projektzeitraums Unterstützung erhalten z. B: neue regionale Lieferketten, Änderungen bei der Speisenplanung, energiesparende Zubereitung, Akzeptanzverbesserung oder Optimierung der Gästekommunikation

 

Im April beginnen nun die ersten Coachings und die Umstellungen werden in Angriff genommen. Die Praxisbegleiter Kita- und Schulverpflegung BW sowie die VNS-BW stehen den Modellschulen hierbei mit Rat und Tat zur Seite. Wir wünschen den Modellschulen einen guten Start in die Umsetzungsphase und für die ersten Schritte hin zu einer gesundheitsförderlicheren, nachhaltigeren und schmackhafteren Schulverpflegung.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg übernimmt die Kosten für das Coaching sowie die Kosten für die Erstzertifizierungen.

 

Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg

Ansprechpartner:

Julia Schlichenmaier
Tel: 0711-230652-64
E-Mail: j.schlichenmaier@dge-bw.de

 

Download der Pressemitteilung vom 14.12.2017