(1) NEU: „Leitfaden Hülsenfrüchte in Kita und Schule“

Hülsenfrüchte sind wenig berücksichtigt in den Speisenplänen der Schulmensen und Kitas. Dies war das Ergebnis einer stichprobenhaften Erhebung im Rahmen eines ‚Humboldt Reloaded Projekts‘ in Zusammenarbeit mit der DGE-BW und der Universität Hohenheim.  Jedoch sind Hülsenfrüchte ein wertvolles Lebensmittel und eine frühe Gewöhnung ist ganz besonders wichtig ist.

Es entstand ein Leitfaden zum Umgang mit Hülsenfrüchten in der Kita- und Schulverpflegung, der bei der Vernetzungsstelle kostenfrei als PDF erhältlich ist. Er enthält hilfreiche Hinweise zu Vielfalt, Umgang und Zubereitung von Leguminosen und gibt Anregungen für die pädagogische Heranführung an diese für viele Kinder neuen Lebensmittel. Eine  Auswahl an Beispiel-Speisenplänen und die umfangreiche bebilderte Rezeptsammlung bieten Unterstützung für mehr Vielfalt und Individualität in der eigenen Speisenplanung vor Ort: Für mehr Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit im Essalltag von Kitas und Schulmensen! Zum Download gelangen Sie hier: http://www.dge-bw.de/leitfaden-huelsenfruechte-in-kita-und-schule.html

So können Sie uns unterstützen: Nicht alle Rezepte sind bislang in Kitas oder Schulmensen praxiserprobt. Sind die Beispielspeisenpläne und/oder die Rezepte Ihrer Meinung nach für Schul- bzw. Kitakinder geeignet? Wenn Sie eines oder mehrere der Rezepte ausprobieren oder die Beispielspeisenpläne bewerten wollen, können Sie den dafür entwickelten Feedbackbogen ausfüllen und per E-Mail an uns zurückschicken. Er steht ebenfalls unter obiger Adresse zum Download zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

 

(2) Die neuen „Mach’s Mahl-Snacks“ kommen: Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL besucht die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau Stuttgart am 19.06.2017

Im Rahmen des Projekts „Mach’s Mahl-Snacks – Optimierung des Angebots von Bäckereien an Schulen“ wird in Kooperation mit dem Bäckerinnungsverband Baden e.V. und dem Landesinnungsverband für das Württembergische Bäckerhandwerk e.V. ein innovatives, gesundheitsförderliches Snackangebot entwickelt, das gut bei den Schülerinnen und Schülern ankommt und an den Beratungsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) „Snacks an weiterführenden Schulen“ angelehnt ist. Das Projekt wurde im November 2016 vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg ins Leben gerufen, durchgeführt wird es von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung BW, die bei der Sektion Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. angesiedelt ist.

Getreu dem Motto „Von Schülern für Schüler!“ entwickelten in den letzten Wochen Auszubildende der kooperierenden Berufsschulen, die Gewerbeschule Durlach und die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau Stuttgart, gemeinsam mit Ihren Fachlehrern Rezepturen. Anlässlich der Vorstellung ihrer Kreationen für den neuen „Mach’s Mahl-Snack“ konnten die angehenden Bäckereifachverkäuferinnen der Hoppenlau-Schule am 19.06.2017 auch Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL begrüßen.

„Nicht nur das Mittagessen in der Schulmensa sollte gesund und ausgewogen sein, sondern auch die Snacks in den Pausen zwischendurch“, betonte Gurr-Hirsch in ihrem Grußwort. Anschließend wurden die Gäste, darunter auch Landesinnungsmeister Martin Reinhardt und stv. Geschäftsführer Frank Sautter des Landesinnungsverbandes für das Württembergische Bäckerhandwerk e.V., durch die hauseigene Versuchsmühle geführt. Im Anschluss präsentierten die engagierten Auszubildenden im Café der Schule ihre Vorschläge für den „Mach’s Mahl-Snack“. Vom „Vitalsnack“ mit Putenbrust, Apfel und Birne, über den „mediterranen Topf“ mit Thunfisch, bis hin zum vegetarischen „Avocado-Sushi“ sei für jeden etwas dabei. Die Schülerinnen berichteten von ihren Erfahrungen mit dem für die Snacks festgelegten Kriterienkatalog und den letztlich gewählten Lebensmitteln für die Rezepturen.

Die Köstlichkeiten wurden im Anschluss von allen Anwesenden probiert und bewertet. Welche Snacks nun tatsächlich den Titel „Mach’s Mahl-Snack“ tragen und ab Herbst in den Schulen verkauft werden, entscheidet sich am 20. Juli 2017 beim Auswahl-Termin des Projekts mit allen Kooperationspartnern an der Gewerbeschule Durlach.

 

(3) Neu: Materialien über Wasser, Trinken und Trinkwasserspender in Kita und Schule

Regelmäßiges Trinken ist entscheidend für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Kindern. Schon ein Verlust von 1-2 % des Gesamtkörperwassers führt zu Symptomen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und eingeschränkter geistiger wie körperlicher Leistungsfähigkeit.
Anlässlich unseres Werkstattgespräches „Sommerzeit – Trinken in Kita und Schule“ am 4. Mai in Esslingen entstanden Vorträge zu den Themen Ernährungsphysiologische Bedeutung von Wasser, Empfehlungen zum Trinken in Kita und Schule, Trinkwasserspender und zur Wasserversorgung der Stadtwerke Esslingen. Diese stehen als PDF-Handout unter http://www.dge-bw.de/neue-materialien.html zum Download bereit.

Informationen zu Veranstaltungen unseres Projektträgers, der DGE-BW:

(4) Stellenangebot: Leitung der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg

Die Sektion Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. sucht für das Projekt „Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg“ ab 1.8.2017 zunächst befristet bis 31.12.2017 mit der Option der Verlängerung eine/n Projektleiter/in (Ernährungswissenschaftler/in oder Ökotrophologe/Ökotrophologin, Master bzw. Diplom).

Die Stellenausschreibung finden Sie unter  http://www.dge-bw.de/karriere.html.

 

(5) 24. Ernährungsfachtagung am 21. September in Hohenheim

Thema: Perinatale Programmierung - wie bestimmt die Ernährung der Schwangeren und des Kleinkindes das spätere Leben?
Termin: Donnerstag, 21. September 2017
Ort: Universität Hohenheim, Stuttgart

Anmeldung und weiter Informationen unter www.dge-bw.de

 

(6) Fortbildungsseminare für Fachkräfte in Esslingen

In folgenden Seminaren sind noch Plätze frei:

Pflanzliche Öle:
Herstellung – Qualität – Verwendung in der Küche (F-PÖ-17-E1)
Sa 21.10.2017

Glutenfrei essen, glutenfrei leben bei Zöliakie:
Basiswissen und methodisches Vorgehen (F-ZÖ-17-E1)
Fr 10.11.2017 und Sa 11.11.2017

Anmeldung unter: http://www.dge.de/va/seminare/

 

Für Sie gefunden:

(7) Beunruhigende Studienergebnisse des Bundesinstituts fürs Risikobewertung (BfR) zur Verwendung von Aluminium-Menüschalen

Das BfR veröffentlichte am 29. Mai 2017 erste Ergebnisse seines Forschungsprojektes „Ausmaß der Freisetzung von Metallen aus Lebensmittelkontaktmaterialien“. Untersucht wurde das Maß der Freisetzung von Aluminiumionen aus unbeschichteten Aluminiummenüschalen und deren Übergang in saure Prüflebensmittel unter den Bedingungen des Cook & Chill-Verfahrens einschließlich einer anschließenden Warmhaltephase. Das Cook & Chill-Verfahren kommt in der Gemeinschaftsverpflegung häufig zum Einsatz – so auch bei sensiblen Personengruppen, wie Senioren und Kindern bis hin zu Kleinkindern.

Als Prüflebensmittel dienten Sauerkrautsaft, verdünntes Apfelmus und passierte Tomaten, welche in unbeschichteten Aluminiumschalen den üblichen Arbeitsschritten des Cook & Chill-Verfahrens ausgesetzt wurden: Heißabfüllung, Schnellabkühlen, Kühllagern und Wiedererhitzen. Eine Warmhaltephase folgte, um reale Bedingungen zu simulieren. Anschließend wurde der Übertritt von Aluminiumionen im sauren Lebensmittel gemessen.

Die Ergebnisse zeigen, dass tatsächlich hohe Mengen Aluminiumionen in die Lebensmittel übergehen. Ein besonders großer Anteil geht in der Warmhaltephase über – je länger, desto mehr. Der Freisetzungsgrenzwert für Aluminium aus metallischen Materialien liegt bei 5 mg pro Kilogramm Lebensmittel. Die vom BfR gemessenen Werte übersteigen diesen Grenzwert zum Teil bis zu um ein sechsfaches. Das BfR plant weitere Untersuchungen mit salzhaltigen Prüflebensmitteln.

Als Konsequenz aus diesen erschreckend hohen Werten und der auch ohne dies schon hohen Aluminiumbelastung der Bevölkerung empfiehlt das BfR gerade bei der Verpflegung von Kindern und Senioren, die häufig täglich gemeinschaftlich verpflegt werden, von der Verwendung von unbeschichteten Aluminiumschalen abzusehen.

Download der Originalveröffentlichung

 

(8) Leitlinie „Feste sicher feiern“ des Bundeszentrums für Ernährung

Ob Schulfest, Sportfest oder Gemeindefest – die Verpflegungsangebote auf Festen müssen hygienisch sicher sein. Damit die Veranstalter von Festen und auch ihre oftmals ehrenamtlichen Helfer an alles dafür Nötige denken, gibt es jetzt neu die Leitlinie „Feste sicher feiern“. Sie wurde vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für Hauswirtschaft erarbeitet. Sie besteht aus einem DIN A4-Heft für Veranstalter und einer eingeklebten Kompaktinfo für die Schulung von Helfern und beinhaltet die geltenden Hygienerichtlinien, sowie umfassende Hilfestellungen zu ihrer praktischen Umsetzung. Auch den Lebensmittelkontrolleuren/-innen gilt sie als Maßstab bei der Überwachung.

Heft für Veranstalter „Feste sicher feiern“, A4, 44 Seiten,
Erstauflage 2017, Bestell-Nr. 3438, Preis: 2,50 Euro

Kompaktinfo für Helfer „Feste sicher feiern“, 28 Seiten,

Erstauflage 2017, Bestell-Nr. 0364, Preis: 2,50 Euro pro 5er-Pack

Weitere Informationen, Hilfsmittel und Bestell-Link unter https://www.bzfe.de/inhalt/feste-sicher-feiern-29906.html